Freiwillige Feuerwehr Rheinmünster verabschiedet Thomas Arnheiter

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Lob, Dank und Anerkennung, Erinnerungen und stehende Ovationen gab es für Thomas Arnheiter bei seiner Verabschiedung als ehrenamtlicher Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rheinmünster. Für besondere Verdienste während seiner zehnjährigen Amtszeit an der Spitze der Floriansjünger in der Reformgemeinde ernannte ihn Bürgermeister Helmut Pautler zum Ehrenkommandanten.

Text und Foto: Ingbert Ruschmann

In seiner Laudatio skizzierte Rathauschef Pautler die Meilensteine des 57-jährigen Hauptbrandmeisters: Vor über 40 Jahren in die Einsatzabteilung Greffern eingetreten, übernahm Arnheiter schon früh Verantwortung in der Freiwilligen Feuerwehr Rheinmünster. Zu den wichtigsten Ausbildungen gehörten unter anderem Truppmann, Sprechfunker, Maschinist, Atemschutzgeräteträger, Bootsführer, aber auch Gruppen-, und Zug- und Verbandsführer. 2011 war die Ernennung zum Kommandanten der Gesamtwehr in seiner Heimatgemeinde vorläufiger Höhepunkt der beeindruckenden Laufbahn des außerordentlich engagierten Angehörigen der Werksfeuerwehr am Baden-Airpark. Bürgermeister Pautler verwies auf zahlreiche Besonderheiten in seiner Gemeinde, wie der Regionalflughafen mit interkommunalem Gewerbegebiet, Chemiepark sowie einem eigenen Yacht-, Industrie- und künftigem Hafen für Personenschifffahrt, welche die Feuerwehr regelmäßig vor überdurchschnittliche Herausforderungen stellten. In seiner Eigenschaft als ranghöchster Feuerwehrmann der politischen Gemeinde lobte der Rathauschef den Kommandanten außer Dienst für seine Führungsstärke, Beharrlichkeit bei der Durchsetzung feuerwehrspezifischer Interessen und fachspezifische Kompetenz im eigenen Zuständigkeitsbereich. Unter Arnheiters Führung habe die Nachwuchsarbeit einen besonderen Stellenwert gehabt, betonte der Bürgermeister und ergänzte: „Da sind wir kreisweit ganz vorne dabei“. In seinen Dank schloss der Bürgermeister Ehefrau Annette und Sohn Mirco ein, die ihrerseits in der Freiwilligen Feuerwehr Rheinmünster aktiv sind.

Kreisbrandmeister Heiko Schäfer würdigte die Verdienste Arnheiters um das überregionale Feuerwehrwesen. Er freue sich über die weitere Bereitschaft des landkreisweit anerkannten Fachmannes, auch weiterhin als Schiedsrichter bei Leistungswettkämpfen, Fachgebietsleiter Gefahrenabwehrplanung Rhein und jeweils Mitglied der landesweiten Arbeitsgruppe für Feuerwehrboote und im Führungsstab des Kreises tätig zu sein.

Der Nachfolger Arnheiters als Feuerwehrkommandant, Thomas Hofmann entführte die Gäste in der Turnhalle zu einer Zeitreise in die Amtszeit seines Vorgängers. Um zehn Prozent sei die Mannschaftsstärke auf 311 Kameraden gewachsen, rechnete er vor. Außerdem gab es 689 Einsätze abzuarbeiten und es wurden von den Mitgliedern insgesamt mehr als  850 Lehrgänge und Fortbildungen besucht. Grußworte von Rolf Müller (Feuerwehr Lichtenau)  im Namen der Nachbarwehren sowie von Christian Pilardeux (Feuerwehr Baden-Baden) schlossen den Reigen der Festredner.

„Ich war nie allein“, konstatierte Thomas Arnheiter rückblickend auf seine bewegte Zeit als Feuerwehrkommandant. Sichtlich berührt von der großen Wertschätzung seiner Arbeit dankte er seiner Familie, der politischen Gemeinde und den Vertretern des Landkreises für das entgegengebrachte Vertrauen.

Im Rahmen des Festaktes zeichnete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Rastatt e.V., Jürgen Segewitz, den Oberbrandmeister und Ehrenkommandant der Einsatzabteilung Greffern, Hans Friedmann, mit dem Ehrenzeichen seines Verbandes in Gold aus. Friedmann ist seit mehr als 40 Jahren in der Feuerwehr aktiv und seit 1981 in verschiedenen Ämtern wie Abteilungskommandant beziehungsweise dessen Stellvertreter in der Einsatzabteilung Greffern, Stellvertreter des Kommandanten in der Gesamtwehr Rheinmünster sowie Schriftführer, Kassenwart und Stellvertreter des Jugendgruppenleisters aktiv. Die gleiche Ehrung erhielt Xaver Kleinhans, der als ehemaliger Leiter des Ordnungsamts und Feuerwehrsachbearbeiter bei der Gemeindeverwaltung die Entwicklung und Ausstattung mitgestaltet und wesentlich zum heutigen guten Stand der Feuerwehr beigetragen habe. Innerhalb seiner Dienstzeit seien insgesamt 17 Fahrzeuge beschafft und drei Feuerwehrhäuser gebaut oder erweitert worden, hieß es.