Hallenbad Rheinmünster – Weiterer Betrieb, erforderliche technische Instandsetzung

Veröffentlicht am

Der Gemeinderat befasste sich in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 18. Mai unter anderem mit der notwendigen Instandsetzung der Aufbereitungstechnik und Erneuerung der Zuleitungen des Trinkwassers, welches in den Sanitär- und Duschräumen von Hallenbad und Turnhalle verwendet wird.

Die Vorlage, welche der Beratung und Beschlussfassung zugrunde lag, wird aufgrund der Vielzahl von Nachfragen und des großen öffentlichen Interesses im Mitteilungsblatt und auf der Homepage der Gemeinde Rheinmünster veröffentlicht.

Siehe beigefügten Erläuterungsbericht des Fachingenieurbüro für technische Gebäudeausrüstung, Karlsruhe vom 06.05.2020.

⇒ Sitzungsvorlage zur Gemeinderatssitzung vom 18.05.2020

Beschlussfassung in Rat und Verwaltung:

Zutreffend ist, dass sich sowohl der bis Mitte 2019 im Amt befindliche, als auch der neue Gemeinderat mit dem Weiterbetrieb der gemeindlichen Einrichtung befassen mussten, zum Teil mehrfach. In seiner Klausurtagung Ende Januar 2020 wurden den Mitgliedern des Gemeinderates eine ausführliche technische Bestandsaufnahme über die Ausstattung und den Handlungsbedarf beim Hallenbad vermittelt. Das bundesweit tätige und erfahrene Ing.büro Kannewischer hat ausführlich vorgetragen, welche einzelnen Schritte zu gehen sind. Fragen waren ausdrücklich erwünscht. Es fand ein lebhafter Meinungsaustausch statt. Der beauftragte Fachingenieur hat bei dieser Gelegenheit sehr deutlich auf die zeitlichen Zwänge und die Auslastung bzw. Überlastung von Fachbüros und Fachfirmen hingewiesen. Die Verwaltung hat mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass frühestens im kommenden Jahr ein geeignetes Fachbüro zur Verfügung steht, welches eine Gesamtplanung für eine umfassende Sanierung des Hallenbades beginnen kann. Vorher steht weder ein Zeitplan, noch eine Detailplanung fest. Nur daraus lässt sich im Übrigen ein Gesamtbetrag hinsichtlich aller Aufwendungen ableiten. Nach einer ersten Einschätzung ist mit Kosten von deutlich über sieben, eher acht Millionen Euro zu rechnen.

Deshalb hat die Verwaltung vorgeschlagen, die jetzt zur Verfügung stehende Zeit zu nutzen, um die Aufbereitungstechnik und die Zuleitungen zu den Sanitär- und Duschräumen zu ersetzen. Damit könnten Hallenbad und Duschräume der Turnhalle weiter in Betrieb gehalten werden. Zumindest bis zu dem Zeitraum der umfassenden Sanierung.

Bis dahin gilt es, Zuschussmöglichkeiten zu erschließen. Leider waren die bisherigen Bemühungen nicht erfolgreich. Die gestellten Anträge wurden sehr frühzeitig gestellt, jedoch über viele Monate nicht entschieden, mittlerweile erhielt die Gemeinde einen Ablehnungsbescheide. Beauftragt waren Mittel aus einem Bundesprogramm, das zunächst 100 Millionen Euro vorsah. Das Programm wurde dann auf 200 Millionen Euro aufgestockt. Verwaltung und Gemeinderat hatten sich bemüht, Mittel aus einem Zuschussprogramm des Bundes zu erhalten. Auch die zuständigen Abgeordneten wurden um Unterstützung gebeten.

E-Mail an Gemeinderäte am 09. April 2020:

Hallenbad wird aufgrund Sanierungsmaßnahmen voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien 2020 geschlossen 

Verteiler:

Gemeinderat Rheinmünster

Werte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,

aufgrund der fortdauernden Coronakrise hat sich der Gemeindeverwaltung aufgezeigt, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist, die derzeitige Schließung der gemeindlichen Einrichtung zu nutzen, um anstehende Sanierungsmaßnahmen in den Duschräumen planerisch vorzubereiten und ggf. zu beauftragen.

In der Sanierungsstudie wurden Rat und Verwaltung bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Technik in den Sanitärräumen, vor allem den Duschen, nicht mehr dem heutigen erforderlichen Stand entspricht und erneuert werden muss.

Kommende Woche wird das Schwimmbecken entleert, um die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten. Anschließend werden Reinigungsarbeiten im und um das Becken herum und Instandhaltungsarbeiten erledigt.

Das Bauamt hat Verbindung mit einem Fachbüro für Hauswasserinstallationen aufgenommen und bei einem Ortstermin das weitere Vorgehen beraten. Das Fachbüro wird einen Vorschlag für die Erneuerung der Installationsleitungen in und zu den Duschräumen im Hallenbad erarbeiten, die Kosten ermitteln und ein Leistungsverzeichnis erstellen. Danach können durch eine Anfrage bzw. beschränkte Ausschreibung Firmen zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert werden. Derzeit ist keine Aussage möglich, ob Firmen die Kapazitäten frei haben, um sich an der Ausschreibung zu beteiligen, damit die Arbeiten zeitnah aufgenommen und umgesetzt werden können.

Es ist durchaus denkbar, dass das Hallenbad auch noch länger geschlossen werden muss, sollten die Sanierungsmaßnahmen nicht im vorhergesehenen Zeitplan abgeschlossen werden können. Ziel ist es jedoch, nach den Sommerferien 2020 den Betrieb wieder aufzunehmen.

Die Gemeindeverwaltung wird Sie als Mitglieder des gemeindlichen Hauptorgans auf dem Laufenden halten, die Nutzer, beispielsweise Schulen, informieren, soweit möglich wird die Verwaltung im Mitteilungsblatt über durchgeführte Arbeiten berichten.

Hinweis:

Während der bisherigen „Corona-Schließung“ erfolgte die Grundreinigung. Die Erneuerung von einem Teil des Filtermaterials ist bereits erledigt. Erhebliche Beanstandungen gab es durch das Gesundheitsamt im Bereich der Duschräume. Diesen Vorgaben ist nachzukommen. Eine Öffnung des Hallenbades ist, ohne diese Vorgaben zu erfüllen, nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Helmut Pautler

 

Vorgehensweise und Anregung der Gemeindeverwaltung, Bürgerversammlung:

Der Umfang der voraussichtlichen Kosten für die Generalsanierung des Hallenbades steht frühestens zur Mitte des kommenden Jahres fest.

Sobald die Höhe der voraussichtlichen Aufwendungen bekannt ist, lässt sich absehen, in welchem Umfang dieses Vorhaben die gemeindlichen Mittel bindet und künftige Haushaltsjahre beeinflussen kann und wird.

In diesen Entscheidungsprozess sollen die Einwohnerinnen und Einwohner eingebunden werden. Die Gemeindeverwaltung sieht mehrere Möglichkeiten. Der Einstieg ist eine Bürgerversammlung. Diese wird von der Gemeindeverwaltung auch vorgeschlagen.