Trauerweide muss leider gefällt werden – Erhebliche Gefährdung der Verkehrssicherheit

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Foto: Peter Thom, Baufhofleiter Gemeinde Rheinmünster

Die Trauerweide auf der sogenannten Insel, also beim Zusammenfluss zwischen Mühl- und Krebsbach befindet sich im Zustand der Zersetzung. Der hinzugezogene Gutachter bezeichnet den nahezu zwanzig Meter hohen Baum als hochgefährdet. Im Hinblick auf die weitreichende Zersetzung im Bereich der Kronenäste ist auch ein Versagen im belaubten Zustand nicht ausgeschlossen.

Der Sachverständige sieht eine fachgerechte Stabilisierung der Trauerweide als nicht mehr möglich. Denkbar wäre „rein technisch“ eine Kappung der gesamten Krone, um die Bruchgefahr zu verringern um bei sogenannter Windlast, insbesondere bei Starkwind, Sturm und Windböen, die „Angriffsfläche“ herabzusetzen. Im Ergebnis würde allerdings lediglich ein „Fragment“ verbleiben. Hierbei ist zu bedenken, dass auch bei dieser radikalen Maßnahme die Verkehrssicherheit voraussichtlich nur kurz gewährleistet werden kann. Die Folgen einer solchen Kappung sind schnellerer Holzabbau, erhebliche Vitalitätsmängel und absterbende Feinwurzelmasse, insgesamt somit zweifelsohne ein nochmals beschleunigter Abgang des gekappten Baumes.

Ungeachtet des unschönen Anblicks einer solch radikalen, zerstörenden Maßnahme, kann aus Sicht des Baumsachverständigen ein solches Vorgehen auch baumbiologisch keinesfalls vertreten werden. Trotz der Radikalmaßnahme würde ein Restrisiko hinsichtlich der Bruchgefahr im Stammbereich bleiben.

Unter Abwägung sämtlicher Faktoren wird daher die baldmögliche Fällung der Trauerweide dringend empfohlen, wobei artenschutzrechtliche Belange zu berücksichtigen sind. Wörtlich heißt es in dem Gutachten „insbesondere bei Torsionsböen in Verbindung mit Sturmereignissen kann ein Bruch des Stammes nicht mehr ausgeschlossen werden. Es besteht eine stark erhöhte Bruchgefahr und somit eine akute Gefährdung der Verkehrssicherheit.“

Dies alles führt im Ergebnis zu der Entscheidung, dass die Trauerweide schnellstmöglich gefällt werden muss. Der erforderliche Auftrag wird demnächst erteilt. Die Arbeiten sind aufwendig, zumal aus Sicherheitsgründen ein Hubsteiger benötigt wird. Nach dem Fällen wird der Wurzelbereich ausgefräst, so dass ein neuer Baum ausreichend Platz hat. Bis dahin bleibt der Zugang zur Insel gesperrt.

Sofern gewünscht, kann bei der Gemeindeverwaltung nach vorheriger Terminvereinbarung das Gutachten „Bruch- und Standsicherheitsüberprüfung“ eingesehen werden.