Pflege unbebauter Grundstücke im Innerortsbereich

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Immer wieder wird festgestellt, dass Eigentümer unbebauter Grundstücke im Innerortsbereich oftmals keine Veranlassung sehen, ihr Baugrundstück oder Wiese regelmäßig zu pflegen. Dadurch kommt es oft zu Beschwerden von Eigentümern benachbarter Grundstücke, die sich an die Gemeindeverwaltung wenden, wenn deren Besitz durch hohen Unkrautwuchs oder schädlichen Unkrautsamenflug beeinträchtigt oder in Mitleidenschaft gezogen wird.

Grundsätzlich gibt es keine Rechtsgrundlage für ein behördliches Einschreiten um die Eigentümer ungepflegter Grundstücke zu einer ordentlichen Bewirtschaftung zu verpflichten.  Das heißt jedoch nicht, dass sich der Eigentümer eines beeinträchtigten Grundstücks nicht wehren kann. Ihm steht der Zivilrechtsweg offen. Lässt ein Eigentümer mitten in einer rundum bebauten und bewohnten Gegend sein ungenutztes Grundstück so stark verwahrlosen und verunkrauten, dass dies aus dem allgemeinen Rahmen fällt, kann er von betroffenen Nachbarn auf Unterlassung verklagt werden kann.

Im Interesse eines friedlichen Zusammenlebens werden Eigentümer solcher nicht genutzten und wild bewachsenen Grundstücke auf diesem Weg angesprochen, auch an die Nachbarn zu denken. Es wäre schließlich für eine gut funktionierende nachbarschaftliche Beziehung störend, wenn die beeinträchtigten Angrenzer aus solch einem Grund vor Gericht ziehen müssen!

Daher werden Eigentümer gebeten, unbebaute Grundstücke wenigstens ein- oder zweimal im Jahr (wenn dies nach objektiver Betrachtung ausreichend ist) möglichst vor der Blütezeit der Pflanzen abzumähen und das Unkraut zu beseitigen.