Mit Kurzarbeit und Soforthilfeprogramm durch die Corona-Krise

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(lra) Die Folgen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wirken sich deutlich auf den Arbeitsmarkt und das wirtschaftliche Geschehen im Landkreis Rastatt aus.

Von Kurzarbeit als Instrument der Stunde zur betrieblichen Flexibilität wird dabei häufig Gebrauch gemacht. Nach aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit haben derzeit rund 2.053 Betriebe im Landkreis Kurzarbeit angezeigt, rund 44.400 Arbeitnehmer sind in diesem Zusammenhang betroffen. Dies entspricht 47 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Hierbei ist aber zu beachten, dass nicht alle Betriebe, die Kurzarbeit gemeldet haben, diese auch tatsächlich umsetzen. Genaue Zahlen zur Inanspruchnahme liegen erst in einigen Monaten vor.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Betriebe sprunghaft gestiegen, nämlich von fünf auf 2.053. Dies zeigt, dass Corona der alleinige Auslöser war und es keine strukturellen Ursachen gibt, so die Einschätzung des Amtes für Strukturförderung im Landratsamt Rastatt. Optimistisch stimmt, dass die Zahl der im Mai neu hinzugekommenen Betriebe in Kurzarbeit im Vergleich zum April nur noch um rund 300 gestiegen ist, sich der Trend also deutlich abgeflacht hat.

Die Arbeitslosenzahl ist zwar im Mai gegenüber April noch einmal gestiegen, von 5.000 auf 5.431, allerdings ist auch hier der Anstieg nicht mehr so stark wie zwischen März und April um 719. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,7 Prozent im Mai 2019 auf jetzt genau vier Prozent bei der letzten Erhebung.

Für junge Leute, die einen Ausbildungsplatz suchen, hat die Agentur für Arbeit aufgrund der aktuellen Situation eine Hotline unter Telefon 07222 930551 eingerichtet.

Das Corona-Soforthilfeprogramm des Landes für Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten, Soloselbständige und Freiberufler wird stark nachgefragt. Die L-Bank Baden-Württemberg hat inzwischen 4.811 Soforthilfe-Anträge aus dem Landkreis Rastatt bearbeitet, von denen 4.239 bewilligt wurden. Insgesamt ergibt sich so eine Auszahlungssumme von 38,5 Millionen Euro, die in den Landkreis fließen.

Service: Informationen und Hilfestellungen für Unternehmen zur aktuellen Corona-Situation unter www.wirtschaftsregion-mittelbaden.de.