KABS – Auswertung Online-Frageaktion zur Stechmückenbekämpfung

Veröffentlicht am

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Rheinmünster,

seit vielen Jahren führt die KABS für Ihre Gemeinde erfolgreich die Stechmückenbekämpfung durch. Bedauerlicherweise sind in diesem Frühjahr während der Bekämpfung die beiden Hubschrauber der KABS unfallbedingt ausgefallen, so dass anders als sonst auch in den Ortschaften mit einem deutlich erhöhten Stechmückenbefall gerechnet werden musste. Angesichts möglicher Plagen wurde der KABS nun vereinzelt Panikmache unterstellt, sie würde Ängste schüren, Stimmung machen und ökologische Aspekte bei der Bekämpfung zu wenig beachten.

Vor diesem Hintergrund wollten wir von der KABS die persönliche Meinung der Bevölkerung zur momentanen Stechmückensituation vor Ort und zur Arbeit der KABS im Allgemeinen erfahren. Denn über die Belästigung durch Stechmücken können am besten die davon täglich Betroffenen Auskunft geben. Dazu wurde Ende Juni den Amtsblättern der Mitgliedsgemeinden ein schriftlicher Fragebogen beigefügt. Einige Gemeinden haben den Fragebogen auch online gestellt.

An dieser Stelle möchten die KABS sich ganz herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die den Fragebogen beantwortet haben. Wir haben nicht erwartet, dass der Rücklauf so groß würde: Insgesamt haben wir fast 12.000 Fragebögen zurückbekommen, über ein Drittel davon mit persönlichen Anmerkungen. Deshalb sollte uns auch niemand böse sein, wenn wir auf manchen sehr ausführlichen und durchdachten Text nicht im Einzelnen eingehen konnten.

Nur noch ein kurzes Wort zum Hubschrauberausfall: Unsere Maschinen sind mit einer GPS-gestützten Sprüheinrichtung versehen, die das Granulat automatisch bei Überfliegen der Brutgebiete ausbringt. Solche Maschinen lassen sich nicht kurzfristig ersetzen, sondern müssen zeitaufwendig nachgerüstet bzw. neu erworben werden. So kam der Totalausfall nach der Havarie zustande. Wir hoffen und werden unser Bestes geben, dass die Bekämpfung im nächsten Jahr wieder so ausfällt, wie Sie alle es sich wünschen und auch erwarten können!

Hier nun die Ergebnisse der Befragung in Rheinmünster:

150 Personen, davon 83 Frauen und 67 Männer, haben den Fragebogen vollständig beantwortet (fehlende zu 100 % sind ohne Angabe bei der jeweiligen Frage). Drei Viertel der Teilnehmer wohnen schon länger als 10 Jahre am Ort, 29 % länger als 40 Jahre, also schon vor Beginn der Bekämpfung durch die KABS. Das bedeutet, dass im Verhältnis mehr Frauen als Männer und etliche ältere Menschen an der Befragung teilgenommen haben, die die Stechmückensituation vor Ort schon seit langem kennen.

97 % der Befragten (146 Personen) halten die Stechmückenbekämpfung für sehr wichtig. Vier Personen halten sie für eher wichtig.

81 % reagieren sehr empfindlich auf Stechmücken (121 Pers.), 18 % reagieren nicht sehr empfindlich (27 Pers.) und zwei Befragte reagieren kaum.

97 % der Teilnehmenden (145 Pers.) fühlten sich in den letzten Wochen durch die Stechmücken stark belästigt. Fünf Personen fühlten sich eher gering belästigt.

Für etwa 95 % der 150 Teilnehmer verbessert die Stechmückenbekämpfung ihr persönliches Wohlbefinden (96 %), ihre Wohnsituation (96%) und ihre Freizeitaktivitäten (95 %).

55 % der Teilnehmenden, die diese Frage beantwortet haben, sind der Meinung, die KABS kümmere sich genügend um ökologische Aspekte der Bekämpfung (82 Pers.). 19 % (29 Pers.) finden, die KABS sollte sich noch mehr darum kümmern, und ein Viertel (39 Pers.) meint, es könnte das nicht beurteilen.

46 Teilnehmer von insgesamt 150 (31 %) haben zusätzlich persönliche Anmerkungen gemacht. Aufgezählt werden im Folgenden nur die am häufigsten geäußerten incl. Mehrfachnennungen.

In 87 % der Anmerkungen wurde beklagt, dass in diesem Jahr die Belästigung durch den Ausfall der Helikopter besonders schlimm sei und negative Auswirkungen auf viele Bereiche des täglichen Lebens habe, vereinzelt auch heftige allergische Reaktionen ausgelöst habe. Auch wurde bemängelt, dass für die ausgefallenen Helikopter nicht umgehend Ersatz beschafft wurde.

In 30 % der Anmerkungen wurde der KABS für ihre gute Arbeit gedankt und bekräftigt, wie wichtig die Bekämpfung für die Bevölkerung sei. Die KABS wurde zum Weitermachen aufgefordert, da die Bekämpfung nach Ansicht der Betroffenen alternativlos sei und die Lebens-, Wohn- und Freizeitqualität deutlich erhöhe.