Bierstadl im Gasthaus Rössle, Ortsteil Söllingen wird vom Landkreis Rastatt als Lager und Verkaufsstelle für Einrichtungsgegenstände aus der Flüchtlingsunterbringung eingerichtet

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Das Landratsamt Rastatt ist auf der Suche nach neuen Unterstellmöglichkeiten für Einrichtungsgegenstände aus der Flüchtlingsunterbringung fündig geworden. Das bisherige Lager auf einem ehemaligen Militärgelände in der Gemeinde Bietigheim soll im 1. Quartal 2019 nach und nach geräumt werden.

Ab dem 1. Januar 2019 wird das so genannte „Bierstadl“ im Gasthaus Rössle im Ortsteil Söllingen der Gemeinde Rheinmünster für diese Zwecke genutzt. Eine entsprechende vertragliche Vereinbarung mit einer Laufzeit von 2 Jahren mit Verlängerungsmöglichkeit hat Dr. Jörg Peter, zuständiger Dezernent im Landratsamt Rastatt, mit dem Grundstückseigentümer getroffen. Die anfallenden Lagerkosten (Miete und Nebenkosten) sind Kosten der Flüchtlingsunterbringung und werden vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der jährlichen Abrechnung mit dem Landratsamt getragen.

Das Landratsamt Rastatt muss als untere staatliche Aufnahmebehörde Einrichtungsgegenstände wie Spinde, Betten usw. für die Unterbringung von Flüchtlingen in den Gemeinschaftsunterkünften im Kreisgebiet vorhalten. Damit sich neben den kreisangehörigen Städten und Gemeinden auch Privatpersonen und Gewerbebetriebe aus überschüssigen Beständen bedienen können, soll im Ortsteil Söllingen auch eine Verkaufsstelle eingerichtet werden.

Bereits in Vorjahren wurden die Räumlichkeiten vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Rastatt bis zur Inbetriebnahme des neuen Wertstoffhofes in Bühl-Vimbuch als Altkleidersammelstelle genutzt. Die Betreuung und der Betrieb der Sammelstelle hatte der DRK-Ortsverein Rheinmünster übernommen. Im Sommer dieses Jahres hatte die Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde dort eine öffentliche Verkaufsstelle für Flüchtlingsbedarf eingerichtet und erfolgreich betrieben. Bei diesem Projekt wurde auch Flüchtlinge mit geringen Bleibeaussichten eine Arbeitsmöglichkeit geboten.

Auch Bürgermeister Helmut Pautler freut sich, dass diese Vereinbarung zustande kam. Neben der neuen Nutzung als Lager und Verkaufsstelle für Einrichtungsgegenstände zur Flüchtlingsunterbringung kann auch die örtliche Aktionsgruppe „Weihnachten im Schuhkarton“ in ihren bisherigen Räumlichkeiten verbleiben.