Prüfung der Standsicherheit von Grabsteinen auf den Friedhöfen Städte und Gemeinden sind bei Unfällen in der Haftung

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Immer wieder kommt es bundesweit aufgrund mangelnder Standfestigkeit von Grabsteinen zu Unfällen auf den Friedhöfen, bei denen neben Friedhofsmitarbeitern meist Kinder und ältere Menschen betroffen sind. In Rheinmünster musste glücklicherweise noch kein solcher Unfall vermeldet werden.

Die Gemeinde Rheinmünster ist für vier Friedhöfen verantwortlich und  aufgrund der Unfallverhütungsvorschriften der Gartenbau-Berufsgenossenschaft gesetzlich verpflichtet, einmal jährlich eine Standsicherheitsprüfung der Grabsteine auf den Friedhöfen durchzuführen.

Bei der Standsicherheitsprüfung wird mittels eines geeichten technischen Gerätes eine vorgegebene Prüflast an der Oberkante des Grabmals langsam ansteigend, keinesfalls ruckartig, aufgebracht. Die Prüflasten sind abhängig von der Höhe des Grabmals und in einer Richtlinie vorgegeben.

Die Prüflast muss horizontal auf das Grabmal aufgebracht werden. Von welcher Seite ist nicht vorgegeben und wird anhand der tatsächlichen Gegebenheit vor Ort entschieden.

Für die ordnungsgemäße Standsicherheit der Grabsteine sind die jeweiligen Verfügungs- bzw. Nutzungsberechtigten zuständig. Sofern Grabsteine nicht mehr standsicher sind, werden die Verfügungs- bzw. Nutzungsberechtigten schriftlich hierüber unterrichtet.

Darüber hinaus wird vor Ort ein Aufkleber an nicht mehr standsicherem Grabstein angebracht, um sofort auf die Situation aufmerksam zu machen. Dieser kann nach Wiederherstellung der Standsicherheit rückstandsfrei entfernt werden.

In Fällen von Gefahr in Verzug werden die Grabsteine durch den gemeindlichen Bauhof vorsichtig umgelegt, damit von ihnen keine Gefahr mehr ausgehen kann.

Voraussichtlich wird am 30.04.2020 diese Grabsteinkontrolle auf den Friedhöfen in den Ortsteilen Greffern, Schwarzach, Söllingen und Stollhofen durch eine Fachfirma ausgeführt.